Vorgeschichte

Im Jahre des Herrn ... öh ... ich glaube, das muss 2007 gewesen sein, wollte ich an einem Science Fiction Schreibworkshop mit Andreas Eschbach in der Bundesakademie in Wolfenbüttel teilnehmen. Dieser Kurs ist dann leider krankheitsbedingt ausgefallen, aber Andreas war so nett, den Teilnehmern danach in einer Art virtuellen Seminar im Internet Feedback zu ihren eingereichten Textauszügen und Exposés zu geben. Und im Rahmen dieses Kurses kam dann die Frage auf: Was willst du in deinem Leben wirklich unbedingt mal machen? Meine Antwort auf diese Frage war, dass ich wirklich gerne einmal in einem Hörspiel als Sprecherin mitwirken würde. Kaum hatte ich das gesagt, fanden sich noch einige andere Kursteilnehmer, die unbedingt an einem Hörspiel arbeiten wollten. Meine vorsichtigen Hinweise, dass ich ja eigentlich nur in einem Hörspiel mitspielen wollte, aber weder großen Ehrgeiz hatte, eines zu schreiben, geschweige denn irgendeine Ahnung von Audioaufnahmen und -bearbeitung fanden kein Gehör.

Schnell hatten wir uns auf ein Genre (Science Fiction) und eine Form (Kurzhörspiel von 15 - 30 min ... wir wollten ja realistisch bleiben) geeinigt. Doch schon als es an das konkrete Schreiben eines Drehbuchs ging, wurden meine Mitstreiter zunehmend leiser.Schließlich hatte ich zwei komplett ausgearbeitete Manuskripte für Kurzhörspiele geschrieben, die beide von den anderen abegelehnt wurden, aber einen Alternativvorschlag gab es auch nicht.

Eines der beiden Drehbücher gefiel mir selber aber ziemlich gut und erschien mir auch in Heimarbeit ganz gut umsetzbar. Also habe ich mir kurzerhand im Freundes- und Bekanntenkreis Sprecher zusammengesucht (da ich zu der Zeit im Freien Musical Ensemble Münster aktiv war, hatte ich eine große Auswahl an Leuten mit Schauspielerfahrung). Ein Arbeitskollege bot mir an, mit seinem mobilen Tonstudio die Aufnahmen zu machen und über das Internet nahm ich Kontakt zu einem fantastischen Komponisten für Filmmusik auf. Selber gesprochen habe ich dann in dem Hörspiel nicht, sondern stattdessen Regie geführt und das ganze später abgemischt. Nicht das, was ich ursprünglich vorgehabt hatte, aber trotzdem eine großartige Erfahrung und ich habe viel gelernt.